B7n - Planungsstand und Position der CDU

 

Die B 7n wird für Altenbüren grundlegende Veränderungen bringen. Zurzeit wird die Linienführung bestimmt, verschiedene Varianten werden dabei bewertet. Von Straßen.NRW wurden die aktuellen Pläne der B 7n mit den verschiedenen Trassen am 25.02.2019 im Rat der Stadt Brilon und in einer Bürgerversammlung in Altenbüren am 13.06.2019 näher vorgestellt.

Die obige Zeichnung zeigt die Planung auf dem Gebiet der Stadt Brilon, die untere Zeichnung die Planung detailliert im Bereich von Altenbüren (Stand 06/2019).

Bei der Variante 1 (violett) soll die B 7n nördlich über die Höhe an Altenbüren und Brilon vorbeiführen und bei der Möhnestraße auf die B 480 einmünden. Die Alternativen 2, 3 und 4 verlaufen näher an Altenbüren vorbei und münden alle beim Busdepot auf die Umgehungsstraße. Die Variante 3 (gelb) führt dabei am weitesten von Altenbüren entfernt in einem großen Bogen um Altenbüren und mündet anschließend bei den Verkehrsbetrieben auf die vorhandene Umgehungsstraße. Die Trasse 2 (a+b, grün) führt sehr nahe an Altenbüren vorbei, die Variante 4 (orange) nördlich der Aussiedlerhöfe Homann und Sauerwald, um dann in Richtung des Busdepots zu schwenken.

Die Vorschläge 5, 6 und 7 betreffen die Linienführung der B 7n vom Busdepot bis zur Möhnestraße. Die Trasse 6 verläuft neben der vorhandenen Umgehungsstraße zur Möhnestraße. Die Variante 7 führt im Planungsabschnitt III auf der Umgehungsstraße, d.h. die Umgehungsstraße wird verbreitert. dieser Vorschlag geht dann im Planungsabschnitt IV in die Variante 5 über, die von der Umgehungsstraße auf die Möhnestraße schwenkt. Die Zeichnungen wurden von Straßen.NRW im Internet oder am 13.06.2019 veröffentlicht.

Die verschiedenen Varianten der B 7n unterscheiden sich stark in den Auswirkungen auf Altenbüren, der Verkehr wird sich je nach Linienführung unterschiedlich verlagern und verändern.

In der oberen Zeichnung ist die Verlagerung des Verkehrs in 2030 durch den Bau der Trasse 1 zu sehen, in der unteren Zeichnung die Verkehrsverlagerung bei den Alternativen 2, 3 und 4. Beide Prognosen wurden von Straßen.NRW erstellt und auf der Bürgerversammlung am 13.06.2019 veröffentlicht. Da die Auswirkungen bei den Trassen 2, 3 und 4 gleich sind, werden diese zusammen dargestellt.

Alle Varianten 1, 2, 3 und 4 haben im Bereich von Altenbüren einem Knotenpunkt an der Straße zwischen Altenbüren und Scharfenberg (K 57), die Alternativen 2, 3 und 4 auch einen Knotenpunkt in der Nähe des Busdepots zwischen Altenbüren und Brilon. Durch die Zufahrt in der Nähe des Busdepots werden alle Fahrten von und nach der Kernstadt Brilon spätestens hier auf die B 7n geleitet. Es ergeben sich folgende Verkehrsbelastungen in Altenbüren (KFZ in 24 Std.):

                       

 Variante 1   Variante 2 - 4 

Briloner Tor 

9.000 KFZ  6.000 KFZ

Kreuzbergstr. 

3.000 KFZ  800 KFZ

Antfelder Str. 

1.700 KFZ  1.500 KFZ

Hüttenstr. 

7.000 KFZ  6.000 KFZ

Die Dorfgemeinschaften Altenbüren und Scharfenberg haben gegenüber Straßen.NRW schriftlich erklärt, dass man keine Auf- bzw. Abfahrt an der Straße zwischen den Ortschaften Altenbüren und Scharfenberg wünscht. Ob Straßen.NRW diesem Wunsch folgt, ist noch nicht abzusehen.

 

 

Stellungnahme vom Ratsmitglied Manfred Göke

Der Weiterbau der Autobahn A46 als B7n ist ein Thema, dass viele in unseren Orten Esshoff und Altenbüren beschäftigt. Nach der Eröffnung des Teilstückes Bestwig / Nuttlar geht es nun darum den zügigen Ausbau der B7n weiterzubringen.

Wie sagte es unser Verkehrsminister von NRW Hendrik Wüst bei der Eröffnung „Die B7n Richtung Brilon soll möglichst schnell folgen. Planer sind kräftig dabei, die richtigen Wege zu finden und entsprechen den Ausgleichsmaßnahmen für Natur- und Umweltschutz zu schaffen". Dem fügte unser Landrat Dr. Karl Schneider noch hinzu. „Ich weiß, dass möglicherweise auf Antfeld und Altenbüren jetzt jede Menge zukommt. Aber ich werde mit allen Beteiligten Stellen dafür sorgen, dass es weiter geht“. An diesen Worten sollten und werden wir sie messen.

Der aktuelle Stand der Planungen durch Straßen NRW ist im Moment die Trassenfindung ab Altenbüren Richtung Brilon. Von Nuttlar an Antfeld vorbei Richtung Altenbüren steht die Trasse, ab Altenbüren werden im Moment verschiedene Varianten auf ihre Machbarkeit überprüft. In der Bürgerinformationsveranstaltung B7n am 13. Juni 2019 in der Schützenhalle Altenbüren wurde von Straßen NRW ausgiebig die Problematik der Varianten erläutert. Die von mir und der des CDU Ortsverbandes Altenbüren bevorzugte und aus meiner, unserer Sicht sinnvollste Variante ist die Variante 1, also der direkte Weg an der Hochspannungstrasse entlang Richtung Brilon. Demgegenüber stehen aktuell Gutachten und Einwände aus Natur- und Umweltschutzgründen. Diese Gutachten werden im Moment durch eine ca. einjährige Prüfungszeit (Vogelsichtung usw.) neu erstellt. Mitte 2020 soll diese Betrachtung abgeschlossen sein. Gleichzeitig werden im Moment alle Varianten auf ihre Umsetzung und Machbarkeit überprüft.

Aus Baulicher Sicht ist die Variante 1 die, die am einfachsten umzusetzen ist. Gesetze und Vorschriften durch Land, Bund und auch der EU sind jedoch auch zu berücksichtigen. Straßen.NRW hat den Auftrag bekommen zu bauen und Straßen.NRW wird die B7n bauen.

Wie geht es nun weiter? Nach der nun laufenden Planungsphase durch Straßen NRW wird ein Beteiligungsverfahren angestoßen. An diesem Verfahren werden die anliegenden Städte Olsberg und Brilon aber auch die gesamte Öffentlichkeit in den betreffenden Gebieten beteiligt. Am Ende dieses Beteiligungsverfahren steht die Festlegung der endgültigen Trasse der B7n von Nuttlar über Antfeld und Altenbüren Richtung Brilon. Zu einem genauen Zeitplan konnte und wollte sich Straßen.NRW auf Nachfrage bei der Infoveranstaltung nicht äußern.

Wir werden also noch eine ganze Zeit mit der immensen Verkehrsbelastung auf der „alten B7“ leben müssen. Ich bin jedoch optimistisch das alle daran Beteiligten zügig den Weiterbau der A46 / B7n vorantreiben und wir in einigen Jahren einen beruhigten Ortskern haben, wo das Wohnen an unserer „Hauptstraße durchs Dorf“ Lebenswert ist. (Stand: Frühjahr 2020)

 

 

Meinung zu den Varianten der B 7n

von Werner Hohmann

Der Bau der B 7n und dabei die Auswahl der besten Linienführung ist von entschiedener Bedeutung für die Entwicklung von Altenbüren in den nächsten Jahrzehnten.

Die Variante 1 ist eine sinnvolle Trasse, die zurzeit von einigen Beteiligten bevorzugt wird. Dieser Vorschlag ist aber nach bisherigen Aussagen von Straßen.NRW nicht oder nur mit vielen Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten umsetzbar. Die beiden Varianten 2 und 4 führen viel zu dicht an der geschlossenen Bebauung von Altenbüren vorbei und sind aufgrund der Lärmbelästigung und weiteren Immissionen absolut unannehmbar für Altenbüren. Diese Trassen 2 und 4 verlagern nur die Verkehrsbelastung von den zurzeit betroffenen Anliegern an den Hauptstraßen auf andere Bewohner u.a. in den Bereichen An der Haar und Alte Heeresstraße. Sie sorgen nicht für die dringend notwendige Entlastung aller Einwohner von Altenbüren. Auch für die betroffenen Aussiedlerhöfe sind die Varianten 2 und 4 absolut inakzeptabel. Durch diese Vorschläge werden die Möglichkeiten der landwirtschaftlichen Betriebe zur Erhaltung und Weiterentwicklung nicht nur eingeschränkt, sondern unmöglich gemacht. Es gilt, diese Varianten 2 und 4 zu verhindern.

Die Variante 3 ist die einzige der Alternativen 2, 3 und 4, die für Alt-enbüren akzeptabel ist. Sie führt gegenüber der Trasse 1 zu einer geringeren Verkehrsbelastung in Altenbüren. Bei der Variante 1 haben die Anwohner am Briloner Tor 50 % mehr Verkehr zu ertragen wie bei Trasse 3. Auch für die Anwohner an der Kreuzbergstraße wird bei diesem Vorschlag fast das Dreifache an KFZ erwartet. Diese Prognosen sind nachvollziehbar, da bei Trasse 3 der Verkehr durch den Knotenpunkt bei den Verkehrsbetrieben auf die neue Straße gelenkt wird.

Ob auf den Knotenpunkt an der Straße nach Scharfenberg verzichtet wird, darf bei Variante 1 zumindest bezweifelt werden. Bei Trasse 3 wäre er überflüssig, da der größte Teil des Verkehrs ja beim Busdepot auf die B 7n geführt wird.

Es ist wichtig, nicht durch die frühzeitige Festlegung auf eine Linienführung und das Festhalten an Meinungen die Planungen zu erschweren. Bei einem unterschiedlichen Votum von Straßen.NRW und dem Rat der Stadt Brilon ist die Straße gefährdet, zumindest wird die Planung verzögert.

Aber die Planung der B 7n muss vorangetrieben und zügig durchgeführt werden. Die unerträgliche Belastung durch den Verkehr in Altenbüren muss ein Ende haben. Daher sollte ergebnisoffen über die Alternativen 1 und 3 diskutiert werden, ich favorisiere die Variante 3. (Stand: Frühjahr 2020)