181025 Carsten LinnemannStellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion zu Gast bei der Stadtverbandsversammlung

 

Viel Zustimmung für seine klaren Worte hat Carsten Linnemann von den Mitgliedern der CDU Brilon bekommen. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Bundesvorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung war Gast bei der Stadtverbandsversammlung der Briloner CDU. Dort äußerte er sich pointiert zur aktuellen Politik, aber auch zum Zustand seiner Partei.

  

„Wir brauchen als CDU zu jedem Thema eine klare Meinung, damit wir sagen können, wofür wir stehen“, betonte Linnemann mehrfach. Die CDU gehe zu oft statt mit einer eigenen Meinung mit Kompromissen in die Verhandlungen. So sei es auch bei den Koalitionsverhandlungen mit der SPD vor einem halben Jahr gewesen. In der CDU müsse darum wieder mehr um Inhalte diskutiert werden, forderte Linnemann und setzte seine Forderung direkt um. Nach einer kurzen Rede stieg der Bundestagsabgeordnete aus Paderborn direkt ein in die Diskussion mit den CDU-Mitgliedern. Diese dankten es ihm mit zahlreichen Fragen und Meinungsbeiträgen.

Linnemann betonte, dass auch beim CDU-Bundesparteitag wieder mehr diskutiert und dann aber auch abgestimmt werden müsse. Egal wie eine Abstimmung ausgehe, sei danach zumindest klar, wofür die Partei steht. Darum will er, dass die CDU beim nächsten Parteitag die Abschaffung des Solidaritätszuschlags beschließt: „Beim Soli geht es nur noch um Glaubwürdigkeit.“ Generell sei eine Steuerreform auch längst überfällig, bemerkte Linnemann und verwies auf einen bekannten Briloner Parteikollegen: „Das Steuersystem wollte auch Friedrich Merz schon reformieren. Aber weiter als er damals war, sind wir noch nicht gekommen.“

Für Unternehmen sei neben einer Steuerreform der Fachkräftemangel das zweite wichtige Thema. Um einem Mangel an Arbeitskräften in bestimmten Branchen entgegen zu wirken, sei Einwanderung nötig, erklärte Linnemann: „Aber ein Einwanderungsgesetz hat mit dem Asylgesetz nichts zu tun.“ Mit einem Einwanderungsgesetz könne sich Deutschland aussuchen, wer ins Land kommen soll und welche Qualifikationen die Menschen mitbringen müssen.

 

Wolfgang Diekmann, CDU-Stadtverbandsvorsitzender, fasste die Stimmung am Ende der Diskussion zusammen: „Herr Linnemann, sie haben heute Abend vielen Parteimitgliedern aus der Seele gesprochen, ich bitte sie, dieses von ihnen Gesagte 

auch in der Berliner Politik durchzusetzen, inhaltlich wie personell.“

 

181025 Diekmann Linnemann kl

Wolfgang Diekmann (l) bedankt sich bei Carsten Linnemann, für seinen Besuch in Brilon

(Fotos: Thomas Becker)

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