180711 PM Gruppenfoto klDie Herkunft und Verarbeitung von Fleischwaren stand bei einer Betriebsbesichtigung der Jungen Union Brilon im Fokus. Über 20 Jugendliche und junge Erwachsene besuchten die Fleischerei Scharfenbaum in Madfeld. 

 

 

Nach einer kurzen Einführung zum Fleischkonsum startete die Gruppe mit Eigentümer und Gründer Hans-Jörg Scharfenbaum zu einem interessanten Rundgang durch den Betrieb. Die Besichtigung verdeutlichte die unterschiedlichen Arbeitsschritte und die damit verbundenen ethischen Fragestellungen. Von der Anlieferung der Tiere, über die Schlachtung bis zu der Verarbeitung der Fleischerzeugnisse, wurden die Arbeitsschritte verständlich erläutert. Dabei wurde das Bewusstsein der Teilnehmer für den eigenen Fleischkonsum besonders geschärft. Anders als in Großbetrieben wird bei der Fleischerei Scharfenbaum der Kontakt zu den örtlichen Landwirten groß geschrieben. „Tiere aufzuziehen, sie in gesunder Umgebung gut zu ernähren, nach ihrem Wohlergehen zu sehen – all das beinhaltet mehr als reine Nutzenaspekte“, ist Hans-Jörg Scharfenbaum überzeugt. 

 

Rund 120 Schweine und sechs Rinder werden pro Woche in der Fleischerei geschlachtet und verarbeitet. Die Erzeugnisse werden täglich frisch an sieben eigenen Fleischertheken in verschiedenen Lebensmittelmärkten verkauft. Somit sind Regionalität und Frische immer garantiert. „Die Besichtigung hat den Blick auf den eigenen Fleischkonsum geschärft. Ich glaube, dass man sich anschließend bewusster für oder gegen Fleisch entscheidet“, so die stellvertretende JU-Vorsitzende Sophia Böddicker.

 

Nach dem Rundgang schloss sich eine Verköstigung von verschiedenen Produkten der Fleischerei an. Dabei sprachen die Mitglieder der Jungen Union mit Hans-Jörg Scharfenbaum auch über die Nachwuchsprobleme im Handwerk. Das Fleischerhandwerk stößt bei immer weniger Jugendlichen auf Interesse, obwohl zeitgleich regionale und frische Produkte deutlicher stärker nachgefragt werden. Deshalb setzt Fleischerei Scharfenbaum besonders bei der Nachwuchsförderung einen Schwerpunkt und beschäftigt zwei Auszubildende. Zugleich gibt Hans-Jörg Scharfenbaum sein Fachwissen als Prüfer an die nächste Generation weiter. 

 

 

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