Die Variante 1 der B7n soll am nördlichen Rand des Aatals etwa entlang der Hochspannungsleitung verlaufen. Straßen.NRW befürwortet aber eine Variante über die Umgehungsstraße im Vordergrund (Foto: Blick vom Ratmerstein über das Aatal Richtung Altenbüren).

Die Variante 1 der B7n soll am nördlichen Rand des Aatals etwa entlang der Hochspannungsleitung verlaufen. Straßen.NRW befürwortet aber eine Variante über die Umgehungsstraße im Vordergrund (Foto: Blick vom Ratmerstein über das Aatal Richtung Altenbüren). 

 

Die CDU-Fraktion in Brilon setzt sich weiterhin für den Bau der Bundesstraße B7n in der Variante 1 ein. Bei der Variante 1 soll die B7n nördlich über die Höhe an Altenbüren und Brilon vorbeiführen und auf die B480 einmünden. In der Ratssitzung am 25. Februar 2019 hatte der Landesbetrieb Straßenbau NRW verschiedene Varianten für eine Linienführung umfassend und verständlich vorgestellt. Die von Straßen.NRW bevorzugten Varianten verlaufen nah an Altenbüren vorbei und münden beim Busdepot auf die Umgehungsstraße ein. Diese soll bis zur Möhnestraße ausgebaut werden.

„Für uns ist die Variante 1 weiterhin die beste Linienführung der B7n. Sie sorgt für eine echte verkehrliche Entlastung von Altenbüren und Brilon“, betont Manfred Göke, CDU-Ratsherr aus Altenbüren. Die Alternativen hingegen, so die CDU, bringen den Verkehrslärm nicht nur näher an den Ortsteil Altenbüren. Auch die Briloner Wohngebiete rund um den Ratmerstein, den Hesdiner Ring und den Mühlenweg würden durch den zusätzlichen Verkehrslärm auf der Umgehungsstraße stärker belastet. 

Zudem kritisiert die CDU, dass der Mühlenweg sowie Rixener und Scharfenberger Straße nicht mehr vollständig an die neue Umgehungstraße angebunden werden sollen. Die B7n soll im Bereich der Umgehungsstraße wechselseitig dreispurig werden, erläuterten die Vertreter von Straßen.NRW. Das bedeutet, dass Autofahrer auf der Umgehungsstraße nur noch als Rechtsabbieger, also von Altenbüren kommend, in die drei Briloner Straßen und damit in die Stadt einfahren könnten. Autofahrer, die aus der Stadt herauswollen, könnten nicht mehr Richtung Altenbüren links abbiegen. Nur nur noch auf der Scharfenberger Straße wäre es möglich, rechts abzubiegen Richtung Möhnestraße. „Der innerstädtische Verkehr, insbesondere in den betroffenen Wohngebieten, würde massiv steigen. Dabei soll die B7n die Anlieger entlasten und nicht belasten“, stellt der CDU-Fraktionsvorsitzende Eberhard Fisch heraus und betont, dass darum die Variante 1 die bessere und logische Linienführung ist.

Besonders kritisch beurteilt die CDU auch die geplante Linienführung quer durch das Aatal. Zahlreiche Landwirte sind von den neuen Varianten betroffen. Ihre Höfe und Ländereien könnten durch die B7n zerschnitten werden. Hinzu komme, erläutert Eberhard Fisch, dass bei den neuen Varianten im Bereich der Aamühlen massiv Erde aufgeschüttet werden müsse, um einen Höhenausgleich zur Umgehungstraße zu schaffen.

Die CDU-Fraktion kritisiert aber nicht nur die vorgeschlagene neue Variante für die B7n. Der Bürgermeister Christof Bartsch habe es lange versäumt, die Kommunalpolitik angemessen zu informieren. „Bereits 2017 habe ich den Bürgermeister mehrmals, auch in Sitzungen, nach der neuen Variante bis zu den Verkehrsbetrieben gefragt, aber nur ausweichende Antworten erhalten. Dabei muss sie ihm bekannt gewesen sein, da er dem Arbeitskreis zur B7n angehört.“, bemängelt Wolfgang Diekmann, Vorsitzender des CDU Stadtverbands. Diekmann betont, dass die CDU-Fraktion in den vergangenen 2 Jahren rund zehnmal beantragt hat, die Verantwortlichen von Straßen.NRW in die städtischen Gremien zu diesem Thema einzuladen. Erst in der Sondersitzung des Stadtrats am 25. Februar wurden alle Ratsmitglieder und gleichzeitig die Öffentlichkeit umfassend vom Bürgermeister und von Straßen.NRW über die neuen Pläne informiert. Zahlreiche Bürger aus Altenbüren und Brilon hatten als Besucher an der Ratssitzung teilgenommen.

„Es gibt viele weitere Gründe, die gegen die neuen Pläne und für Variante 1 sprechen. Diese Argumente hätten wir längst vortragen können, damit Straßen.NRW sie in den Planungen berücksichtigen kann“, ergänzt Eberhard Fisch: „Der Bürgermeister hat sich zu schnell damit abgefunden, dass Variante 1 nicht möglich sei. Als CDU-Fraktion setzen wir hingegen auf das im Sommer anstehende Beteiligungsverfahren. Wir werden Straßen.NRW alle Argumente vortragen, die für die Variante 1 sprechen und setzen darauf, dass viele betroffene Bürgerinnen und Bürger die Öffentlichkeitsbeteiligung dazu ebenfalls nutzen.“

Termine

05
Sep
Zeit: 17:30

27
Sep
Zeit: 16:00

10
Okt
Zeit: 17:30

28
Nov
Zeit: 17:30

06
Dez
Bürgerzentrum Kolpinghaus
Zeit: 17:30

Hansetage 2020 in Brilon

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